Parodontalbehandlung

PERIIMPLANTITIS

Periimplantitis und Parodontitis sind Krankheiten, bei denen in den Läsionen des Zahnhalteapparats (den Zahnfleischtaschen) dieselbe Mikroflora vorliegt und die beide zum Verlust von Knochengewebe im Halteapparat führen.

Der Begriff Periimplantitis bezeichnet eine Infektion mit entzündlichen Veränderungen in den Geweben, die die Implantate umgeben. Es entstehen Entzündungsprozesse, die zunächst das am Implantat anliegende Zahnfleisch betreffen und anschließend in tiefere Bereiche vordringen. Es kommt zu Knochenresorption, die eine progressive Beweglichkeit des Implantats nach sich zieht und innerhalb eines von Fall zu Fall unterschiedlichen Zeitraums zum Verlust des Implantats führt.

Das Einsetzen von Zahnimplantaten ist ein Verfahren, das aus der Notwendigkeit entstand, die Funktion von aufgrund von Karies oder Parodontitis ausgefallenen Zähnen zu ersetzen. Die Titanschraube des Implantats wird mittels eines mikro-invasiven chirurgischen Eingriffs in den Knochen eingesetzt.  Anschließend verheilen die Gewebe in einem als Osseointegration bezeichneten Prozess. Die Gewebe des Körpers müssen sich an die neue Situation anpassen und sich die eingesetzte Schraubezu Eigen machen“. Das sich neu bildende Gewebe ist vollends in der Lage, die Gesundheit des Implantats aufrechtzuerhalten.

Die Bildung einer Barriere aus Weichgewebe um das Implantat herum hindert die normalerweise in der Mundhöhle vorhandenen Bakterien daran, in die darunter liegenden Gewebe einzudringen. Diese Barriere besteht aus:

  • Saumepithel
  • Bindegewebe

Der Unterschied zu den Geweben, die einen natürlichen Zahn umgeben, liegt hauptsächlich in der Ausrichtung der Fasern, die das Bindegewebe bilden. Diese verlaufen parallel zum Implantat und nicht im rechten Winkel. Außerdem liegen weniger rund verlaufende Fasern vor. Bei einem Implantat fehlen die Wurzelhaut und der Wurzelzement, wodurch die Anbindung schwächer ist.

Implantate vor Einsatz der neuen Technologien

In der Vergangenheit, bevor sich in der Implantologie die Osseointegrationstechnik durchsetzte, wurden Implantate subperiostal eingesetzt, d.h. sie wurden nicht im Knochen verankert, sondern lagen auf dem oberen Teil des Gebisses auf. Eine sich in diesem Fall entwickelnde Periimplantitis war ein wahrhaftiges Empyem mit sehr schmerzhafter Knochenentzündung, die den gesamte Kiefer zerstören konnte. Die Entzündung entwickelte sich fulminant an den Berührungsstellen zwischen der Knochenhaut und dem Implantat und zwischen dem Implantat und dem Knochen. Das Implantat war so auf seiner gesamten Oberfläche kontaminiert und wurde wie ein gigantischer Fremdkörper behandelt.

Bei osseointegrierten Implantaten hat die Infektion eine komplett andere Dynamik. Im Gegensatz zu den weitläufigen Schäden mit horizontaler Knochenresorption bei subperiostalen Implantaten sind in diesem Fall die Schäden begrenzt und entwickeln sich hauptsächlich vertikal und kraterförmig.

Diese Unterschiede sind leicht zu erklären, wenn man bedenkt, dass sich die Entzündung auf der freiliegenden Titanoberfläche entwickelt und dass diese bei korrekt eingesetzten Implantaten minimal ist und sich auf den Umfang der Schraube beschränkt, während bei subperiostalen Implantaten von Anfang an die gesamte Oberfläche des Implantats betroffen war.

Eine Dynamik, die der oben für auf dem Knochen aufliegende Implantate beschriebenen ähnelt, entsteht, wenn die Periimplantitis das Implantat sehr frühzeitig trifft, während der ersten Stunden nach dem chirurgischen Eingriff, und so die Osseointegration verhindert und zum vorzeitigen Verlust des Implantats führt.

Diese Probleme können zum Verlust von Zahnimplantaten führen.

Klassifikation von Periimplantitis

Periimplantitis kann nach rein chronologischen Kriterien wie folgt klassifiziert werden:

  • frühzeitig, wenn sie sich vor Abschluss der Osseointegration entwickelt
  • spät, wenn sie sich nach Abschluss der Osseointegration entwickelt, wobei sie häufig nach dem Aufsetzen der Prothesen auftritt.

Späte Erkrankungen können klinisch wie folgt klassifiziert werden:

  • Mukositis; die Entzündung betrifft nur die Schleimhäute, die das Implantat überziehen. Die Schleimhaut ist klinisch gerötet und kann bluten. Bei Diagnose und Behandlung ist dieser Prozess reversibel.
  • symptomatische Periimplantitis – asymptomatische Periimplantitis; Entzündungen, die sowohl die Schleimhäute als auch den Knochen betreffen. In diesem Fall ist die Läsion auf Röntgenaufnahmen sichtbar.

Klinisch können Blutung, krankhafte Tiefe bei Untersuchung mit der Sonde, Eiter, Schmerzen bei Anklopfen und Farbveränderung des Zahnfleischs um das Implantat herum beobachtet werden.

Implantat mit Periimplantitis

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Diese Unterschiede sind leicht zu erklären, wenn man bedenkt, dass sich die Entzündung auf der freiliegenden Titanoberfläche entwickelt und dass diese bei korrekt eingesetzten Implantaten minimal ist und sich auf den Umfang der Schraube beschränkt, während bei subperiostalen Implantaten von Anfang an die gesamte Oberfläche des Implantats betroffen war.

Eine Dynamik, die der oben für auf dem Knochen aufliegende Implantate beschriebenen ähnelt, entsteht, wenn die Periimplantitis das Implantat sehr frühzeitig trifft, während der ersten Stunden nach dem chirurgischen Eingriff, und so die Osseointegration verhindert und zum vorzeitigen Verlust des Implantats führt.

Ursachen von Periimplantitis und Verlust von Zahnimplantaten.

Die Bakterien, die Periimplantitis verursachen, sind hauptsächlich Gram-negative, anaerobe Bakterien, wie: Prevotella intermedia, Porphyromonas gingivalis, Actinobacillus actinomycetemcomitans, Prevotella nigrescens, Treponema denticola, Bacteriodes forsythus. Die soeben angeführten Bakterien sind dieselben, die auch zu Parodontitis führen. Dies weist darauf hin, dass es von fundamentaler Bedeutung ist, Implantate in einen nicht von Parodontitis befallenen Mund einzusetzen, da diese Bakterien leicht von einem Zahn zu einem Implantat wandern können. Dies lässt sich einfach mittels einer mikrobiologischen Analyse nachweisen. Die untenstehenden Untersuchungen wurden sowohl an den infizierten Implantaten in den Positionen 46 und 47 als auch an einigen der Zähne im Mund durchgeführt.

RICHIESTA-B-0322Untersuchungen an Implantat 46 – Dieses ist von einer schweren Form von Periimplantitis betroffen. Die Bakterien sind dieselben, aber die Gesamtkeimzahl ist höher.

RICHIESTA-B-0321Untersuchungen an Implantat 47 – Die Zusammensetzung der Bakterien ähnelt der Zusammensetzung in den Taschen der Zähne.

RICHIESTA-B-0323Untersuchungen an Zähnen – Die Zusammensetzung der Bakterien ähnelt der Zusammensetzung in den Taschen der im selben Mund befindlichen Implantate.

Es ist unschwer zu sehen, dass die Bakterienzusammensetzung dieselbe ist, auch wenn die prozentualen Anteile unterschiedlich sind. Dies bedeutet nicht, dass in diesen Mund keine Implantate eingesetzt werden durften, sondern nur, dass es vor dem Einsetzen der Schrauben der Implantate notwendig gewesen wäre, die natürlichen Zähne zu dekontaminieren.

Die Behandlung muss frühzeitig erfolgen, da das Vorliegen schwächerer Gewebe eine sehr viel schnellere Verschlechterung als bei natürlichen Zähnen begünstigt.

Das Ziel der Behandlung von Implantaten, die von Parodontitis betroffen sind, ist es, die Gewebe rund um das Implantat herum von Bakterien zu reinigen. Letztere werden mittels professioneller Zahnreinigung und Laserbehandlung entfernt.

 

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