Parodontalbehandlung

DIAGNOSE VON PARODONTITIS

Die Ätiologie, d.h. die Analyse der Ursachen, zeigt, wie fundamental die Rolle von Bakterien beim Entstehen von Parodontitis ist. Die meisten der in der Mundhöhle anzufindenden Bakterien wurden sorgfältig in Gruppen oder Komplexe aufgeteilt, die farblich voneinander unterschieden werden.

Aggregatibacter actinomycetemcomitans
Porphyromonas gingivalis
Tannerella forsythensis
Peptostreptococcus micros
Treponema denticola

Roter Komplex

Fusobacterium nucleatum
Prevotella intermedia
Campylobacter rectus

Orangefarbener Komplex

Eikenella corrodens

Grüner Komplex

Jedem Stadium der parodontalen Erkrankung (die leicht, mittelschwer oder schwer sein kann) entspricht sowohl qualitativ als auch quantitativ eine bestimmte Gruppe von Bakterien.

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Parodontitis: Symptome und Diagnose

Zum Zweck einer sorgfältigen Diagnose der Parodontitis ist es daher sehr wichtig festzustellen, welche und vor allem wie viele Bakterien sich in den im Mund befindlichen Zahnfleischtaschen angesiedelt haben. Für eine gesicherte Diagnose ist die Durchführung zweier Untersuchungen nützlich: einer mikrobiologischen Analyse und einer Bewertung des Parodontitis-Risikos. Bei diesen absolut schmerzfreien Untersuchungen werden zwei Proben aus dem Mund entnommen, die dann in einem Molekularbiologielabor untersucht werden. Es ist zweckmäßig, die mikrobiologische Untersuchung mehrfach durchzuführen (je nach Einzelfall mindestens zwei- oder dreimal), da sie nicht nur objektive Daten für die anfängliche Situation liefert, sondern auch für die tatsächliche Verbesserung der Infektion im Verlauf der Behandlung.

Bei der mikrobiologischen Untersuchung erstellt das Analyselabor einen Bericht, der das Vorliegen der wichtigsten Bakterien anzeigt. Die Daten werden durch zwei Kreisdiagramme veranschaulicht, wobei das linke Diagramm den Anteil der krankheitserregenden („schlechten“) Bakterien anzeigt. Das rechte Diagramm hingegen zeigt die Gruppen an, zu denen die Krankheitserreger gehören, und identifiziert so die am stärksten vertretene Gruppe. Sobald ein bestimmter Schwellenwert erreicht ist, normalerweise ein Anteil an Krankheitserregern insgesamt von unter 1 %, gilt der Patient als aus mikrobiologischer Sicht geheilt.

Die Bewertung des Parodontitis-Risikos, die nur einmal vorgenommen wird, dient dazu, die persönliche Prädisposition zu bestimmen. Mithilfe eines kleinen Schwamms wird ein Abstrich von der Wange, von der Zunge und aus dem Speichel vorgenommen, um abgeblätterte Zellen zu erhalten, die sich normalerweise in der Mundhöhle befinden. Auf der Grundlage des Risikos, das niedrig, mittelhoch, hoch oder sehr hoch sein kann, wird eine Behandlung geplant, die darauf abzielt, ein mit einem gesunden Mund vereinbares Gleichgewicht zwischen Krankheitserregern, Saprophyten und dem Immunsystem des Patienten herzustellen.

Bei jedem von uns besteht ein Gleichgewicht, das von Mensch zu Mensch stark schwankt. Dies ist daran zu sehen, dass aufgrund individueller Unterschiede dieselbe Menge an Bakterien im Mund eines Menschen eine Krankheit auslöst, während sie bei einem anderen mit einem gesunden Zustand kompatibel ist.

Verwendung der Parodontalsonde zum Vorbeugen von Parodontitis

Weitere für die Erstellung der Diagnose sehr wichtige Daten liefert die Untersuchung mit der Parodontalsonde, die das Vorliegen von Blut und Eiter sowie das Ausmaß der Zahnlockerung anzeigt und die Tiefe der Zahntaschen und Vertiefungen misst. Die erhaltenen Daten werden in einer Kartei gesammelt, der Parodontalkartei, die regelmäßig aktualisiert werden muss.

Das letzte, aber darum nicht weniger wichtige Hilfsmittel sind die Röntgenbilder, die zur Bestimmung des Zustands der Kiefernknochen unerlässlich sind. Sie bestehen aus dem Orthopantomogramm – besser als Panoramaröntgenaufnahme bekannt – und einer Reihe von 16 intraoralen kleineren Röntgenaufnahmen, die genauer als die Panoramaaufnahme sind, da sie auch die extraoralen Strukturen zeigen.

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Beispiel für intraorale Röntgenaufnahmen für die Diagnose von parodontaler Erkrankung

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Beispiel für eine Panoramaaufnahme für die Diagnose von parodontaler Erkrankung

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Beispiel für eine 3D-Panoramaaufnahme für die Diagnose von parodontaler Erkrankung

Für eine gute Diagnose ist außerdem ein kompletter Überblick über weitere Risikofaktoren wichtig, die unter Beobachtung gehalten oder eliminiert werden müssen, da sie das vollständige Ausheilen der Krankheit verhindern können. Diese sind:

  • unzureichende Mundpflege
  • Rauchen
  • Diabetes mellitus
  • Autoimmunkrankheiten
  • okklusales Trauma
  • schwere Stressepisoden
  • unpassende Instandsetzung von Zahnprothesen und Füllungen
  • anatomische Anomalien (Bändchen und Wurzeln)
  • Menopause, Schwangerschaft, Stillzeit

Wenn alle diese Daten vorliegen, hat der Parodontologe eine vollständige und detaillierte Übersicht über die Situation und kann daher die Behandlung so individuell wie möglich gestalten und den Verlauf der parodontalen Erkrankung während der Behandlung durch Wiederholung der Untersuchungen kontrollieren.

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